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Die Computerwissen Highlights KW 45

Diese Woche war schon einzigartig. Immerhin wurde der 44. US-PrĂ€sident gewĂ€hlt – ein Ereignis, das weltweit fĂŒr Medienrummel sorgte. So sorgte der US-Nachrichtensender fĂŒr eine kleine technologische Sensation, als man in der Wahlsendung die Reporterin Jessica Yellin als eine Art Hologramm aus Chicago live ins Studio nach New York ĂŒbertrug.

Was wir hier in Gestalt der holografisch ĂŒbertragenen Journalistin sehen konnten, war ein erster Blick in die mögliche Zukunft des Fernsehens. CNN wollte mit der noch sehr aufwendigen Technik zeigen, was das Fernsehen so leisten kann. Der Moderator unterhielt sich mit der projizierten Journalistin und der Zuschauer konnte den Eindruck gewinnen, sie befĂ€nde sich live im Studio, wĂ€hrend sie eigentlich in einem grĂŒn ausgekleideten Raum in Chicago stand und von 35 hochauflösenden Kameras umringt wurde – eine Art Wetterkartentechnologie auf Steroiden.

Zur Aufnahme nutzte man 35 HD-Kameras, jede etwa so groß wie eine handelsĂŒbliche Kompaktkamera. Diese Kameras waren im Abstand von etwa 18 cm voneinander kreisförmig in Augenhöhe um die Reporterin angeordnet und tasteten sie aus verschiedenen Blickwinkeln ab. Damit wurde eine Art gigantischer „Greenscreen“ erzeugt, der es erlaubte, die Reporterin gewissermaßen „plastisch“ in das Studiobild einzubauen.

Da die Kamerasteuerung mit dem Studio in New York verbunden war, bewegten sich die Kameras in Chicago umgehend an eine neue Position, wenn in New York ein neuer Blickwinkel eingenommen wurde.

Der PrĂ€sidentschaftswahlkampf, aus dem Barack Obama als deutlicher Sieger hervorging, war wahrscheinlich eine der medienintensivsten Politschlachten, die es je gegeben hat. Die Widersacher fĂŒllten nicht nur die Nachrichten, sondern boten auch allen möglichen Internetformaten Anlass, die Kandidaten und Ihre Politik zu beleuchten oder durch den Kakao zu ziehen. Speziell die von McCain nominierte Kandidatin fĂŒr das Amt der VizeprĂ€sidentin, Sarah Palin, sorgte fĂŒr einen ungeahnten Anstieg der YouTube-Videos - vornehmlich gefĂŒllt mit vom Original kaum zu unterscheidenden Parodien wie etwa jenen von Tina Fey.

Mit Fug und Recht kann man wohl sagen, dass dieser Sieg in einer PrĂ€sidentschaftswahl ohne die intensive Teilnahme der Internetgemeinde kaum möglich gewesen wĂ€re. Am 5. November sollen, so Spiegel Online, nicht weniger als 10.000 BlogeintrĂ€ge pro Stunde veröffentlicht worden sein, die die Begriffe „Obama“ und „President“ enthielten.

Und, so der Spiegel weiter, der zukĂŒnftige PrĂ€sident Obama wisse sehr gut, den Wert des Internets einzuschĂ€tzen: „Als John McCain einmal fragte, wer dieser Obama eigentlich sei, entgegnete der öffentlich, der Kontrahent möge doch einfach einen Blick auf seine Facebook-Seite werfen.“

Wenn das Stichwort „Internet“ fĂ€llt, ist die Verbindung zu (Raub-)Kopien nicht weit. Wohl nirgendwo wird soviel geistiges Eigentum gestohlen wie im Web. Dabei handelt es sich nicht nur um Bilder und Texte, sondern auch um Programme.

In Zeiten von Raubkopien, Datenklau und unklaren Urheberrechten im Internet ruft Adobe Systems den Kreativwettbewerb „Don‘t Copy ? Wer will schon kopiert werden?“ ins Leben.

Ab sofort können junge Kreative und Studierende aller Fachrichtungen ihre Meinung zum Thema „Schutz geistigen Eigentums“ kreativ und kritisch umsetzen und in den Kategorien Print oder Clip bis zum 31. Januar 2009 einreichen. Dabei werden dem kreativen Gestaltungswillen keine Grenzen gesetzt: Die Ideen können als Grafik, Illustration, Fotografie, Video, Animation oder Clip umgesetzt werden.

Eine Jury, bestehend aus Professoren und Experten, wĂ€hlt Anfang Februar die jeweils zehn besten Arbeiten aus den beiden Kategorien aus, die sich mit kreativen Ideen und Konzepten dem Thema zeitgemĂ€ĂŸ nĂ€hern. Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen zum Creative-Contest „Don‘t Copy“ sind erhĂ€ltlich unter: www.adobe.de/dontcopy

Eine etwas andere Diskussion hat Apple losgetreten, als die neuen Laptops der Reihen MacBook und MacBook Pro vorgestellt wurden. Die Bildschire dieser GerÀte sind nÀmlich mit einer hochglÀnzenden GlasflÀche versehen und nicht mehr, wie andere Laptops, mit einer mattierten Folie beschichtet.

Die Diskussion, ob man nun an einem solch glĂ€nzenden Bildschirm noch arbeiten könne oder nicht, nimmt teilweise schon ZĂŒge eines Glaubenskrieges an. Die hochglĂ€nzenden Glossy-Bildschirme seien nicht tauglich fĂŒr eine ordentliche Darstellung von Bildern, so die eine Seite. Die Darstellung sei viel knackiger, so die andere Seite. Nun ist der Bildschirmeindruck ja immer sehr subjektiv und entzieht sich schon dadurch bis zu einem gewissen Punkt der Bewertung. Interessant ist aber doch, dass die Diskussion vor allem von jenen besonders heftig gefĂŒhrt zu werden scheint, die noch nicht vor einem solchen Bildschirm gesessen haben.

Ich war in dieser Hinsicht auch skeptisch, kann man doch in der Tat ein ausgeschaltetes MacBook problemlos als Schminkspiegel nutzen - wie jede andere dunkle GlasflÀche auch.

Wird der Laptop aber eingeschaltet, so mein ganz subjektiver Eindruck, bietet er eine ĂŒberragende FarbstĂ€rke und Helligkeit. Ich habe den Helligkeitsregler nur etwa halb so weit aufgedreht wie frĂŒher an meinem matten Bildschirm und erhalte denselben Helligkeitseindruck. Die Farben wirken deutlich krĂ€ftiger und strahlender, der Vergleichsblick auf den matten Bildschirm lĂ€sst die dort angezeigten Bilder wie hinter einem Grauschleier erscheinen.

Wie steht es aber mit der Spiegelung? Ich arbeite in einem hellen Raum, der von zwei Fensterfronten Tageslicht erhĂ€lt. Hier hatte ich auch auf dem matten Laptop gelegentlich Reflexe auf dem Bildschirm. Erstaunlicherweise fallen diese Reflexe aber auf dem neuen Bildschirm nicht stĂ€rker aus und ich kann nach wie vor problemlos Bilder bearbeiten und freue mich ĂŒber die gute Darstellung dieses Bildschirms.

Zu Laptop und Internet fehlt eigentlich nur noch eines: der richtige Drucker. Hier hat sich in dieser Woche der TÜV Rheinland LGA zu Wort gemeldet und platzsparende MultifunktionsgerĂ€te, die Drucker, Scanner, Kopierer und ggf. auch FaxgerĂ€t vereinen, nĂ€her betrachtet.

„Diese GerĂ€te fassen kompakt alle im BĂŒroalltag nĂŒtzlichen Funktionen zusammen“, erklĂ€rt Bernd Rippel von TÜV Rheinland LGA, der die DurchfĂŒhrung von Gebrauchs-, Eigenschafts- und SicherheitsprĂŒfungen von GerĂ€ten aus der IT- und Unterhaltungselektronik verantwortet. „Man muss sich aber vor dem Kauf entscheiden, zu welchem Zweck das GerĂ€t hĂ€ufig eingesetzt werden soll“, ergĂ€nzt der Experte.

„FĂŒr den einfachen Hausgebrauch ist jedoch die Ausstattung mit einem Tintenstrahldrucker gĂŒnstiger“, rĂ€t Rippel. Diese liefern auch bei Fotodrucken ein gutes Ergebnis. So kann der Hobbyfotograf mit einem Vierfarbsystem im Drucker Geld sparen. FĂŒr hochqualitative Profibilder allerdings empfiehlt sich eher ein Mehrfarbsystem.

Generell sind Refill-Tintenpatronen eine gĂŒnstige Alternative zu den Originaldruckerpatronen. „Refills, die das ‚LGA tested‘-Siegel tragen, sind dem Original sehr Ă€hnlich und verursachen im Gebrauch keine Probleme“, betont der Experte.

Da All-in-One-GerÀte permanent auf Bereitschaft stehen, sollten KÀufer auf geringe Stand-by-Kosten achten. Manche GerÀte kommen mit nur 0,5 Watt aus, andere brauchen hingegen bis zu 7 Watt. GrundsÀtzlich sind diese MultifunktionsgerÀte aber energieeffizienter, weil nur ein GerÀt auf Standby steht und nicht vier.

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Ein Kommentar zu “Die Computerwissen Highlights KW 45”

  1. Klaus Gerosa

    Guten Morgen,
    bei langen Artikeln empfehle ich ZwischenĂŒberschriften,
    freundliche GrĂŒĂŸe, K Gerosa

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