Täglich die Top News, Tipps und Tricks aus der weltweiten Computerszene







Täglich & informativ - Melden Sie sich jetzt zu unseren kostenlosen ComputerwissenDaily E-Mail-Newsletter an.

Die Computerwissen Highlights KW 39

In dieser Woche wurden wir vorsichtig daran erinnert, dass es auch aus Deutschland ab und an Innovationen im Computerbereich gibt – in diesem Fall etwa das Verfahren zur komprimierten Musikaufzeichnung, dass wir gemeinhin als MP3 kennen und das zu großen Teilen eine Entwicklung des Fraunhofer-Institutes ist.

Auch bei der Entwicklung eines neuen MPEG-Audiocodierverfahrens behauptet das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS erneut seine weltweite Spitzenstellung in der Audiocodierung. Die unter dem Arbeitstitel „MPEG Unified Speech and Audio Codec“ entwickelte Technologie bietet im Bereich von 12 bis 64 kbit/s eine bessere Qualität als bisherige Audiocodierverfahren. Auch Sprachsignale werden bei niedrigen Bitraten besser wiedergegeben als mit aktuellen Sprachcodecs.

Die von Fraunhofer IIS und VoiceAge Corporation gemeinsam entwickelte Technologie wurde von MPEG zur Referenz fĂĽr die weitere Entwicklungsarbeit bestimmt. Termin fĂĽr die Fertigstellung ist Anfang 2010.

Ansonsten stand diese Woche natürlich im Zeichen der Photographie, denn in Köln war wieder einmal die photokina. Dass Photographien dazu beitragen, unsere Erinnerungen gegenwärtig zu behalten, weiß jeder aus eigener Erfahrung. Bildgebende Techniken sind aber auch ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor und helfen die Zukunft zu sichern.

Es gibt heute kaum einen Lebensbereich, der nicht in irgendeiner Form von photographischen Technologien betroffen ist, und es gibt kaum einen Wirtschaftszweig, der nicht irgendwie von bildgebenden Methoden profitiert. So wäre ohne bahnbrechende Entwicklungen in der Optik‚ von denen die Hardware-Entwicklung der Computerbranche getrieben wird, Moore’s Law längst außer Kraft gesetzt.

Chips sind das Herzstück aller digitalen Geräte. Ihre Rechenleistung und Schnelligkeit ist abhängig von der Anzahl und Leistungsfähigkeit der auf einem Chip untergebrachten Transistoren. Heute wird bei der Belichtung der Wafer zur Chipherstellung mit Auflösungen im Nanobereich gearbeitet. Dabei kommen tonnenschwere Spezialobjektive zum Einsatz, deren Auflösungsvermögen bei nur wenigen Nanometern liegt - weit jenseits von Größenordnungen, die unser Auge noch wahrnehmen kann. Eine Vorstellung davon kann vielleicht der Vergleich mit einem menschlichen Haar geben, das etwa 2.000x dicker ist als ein Nanometer.

In der industriellen Qualitätsprüfung gehören optische, berührungslose Verfahren längst zum Alltag und werden kontinuierlich verfeinert. Mit dreidimensionalen Messverfahren werden Oberflächenstrukturen und Maßgenauigkeit von Bauteilen so zuverlässig und schnell geprüft, wie es Menschen ohne die digitale Bildverarbeitung nie leisten könnten.

Optische Verfahren in Automobilen helfen, Unfälle zu vermeiden und tragen obendrein zu mehr Fahrkomfort bei. Integrierte Kameras als Parkhilfen sind bereits eine Selbstverständlichkeit. In der Entwicklung sind aber auch Systeme die Hindernisse erkennen und den Fahrer auf der Spur halten.

Optik ist auch ein treibender Motor für den Fortschritt in allen Bereichen der Medizin. So machen beispielsweise sogenannte Intraokularlinsen bei manchen Menschen das Tragen einer Brille überflüssig. Solche künstlichen Linsen, die operativ in die Hornhaut eingesetzt werden, können den Grauen Star bekämpfen und Fehlsichtigkeiten korrigieren.

Ebensowenig sind bildgebende Verfahren in der medizinischen Diagnostik wegzudenken und werden immer präziser. Dabei spielt das Sichtbarmachen und das Erkennen von Veränderungen im Körper eine ebenso wichtige Rolle wie die Analyse der Bilder durch leistungsstarke Bildverarbeitungssoftware. Aber auch „Sehhilfen“ für Ärzte, wie etwa die optischen Systeme für die Micro- oder Neurochirurgie, ermöglichen, dass heute chirurgische Eingriffe sehr viel präziser und damit für den Patienten schonender vorgenommen werden können.

Etwas mehr Hellsichtigkeit hätte so mancher auch Microsoft gewünscht, das sich in letzter Zeit mit seltsamen Werbespots einen eher zweifelhaften Ruhm erarbeitet hat.

Was man sich aber im Hause Microsoft bei den Werbespots gedacht hat,  in denen US-Comedystar Jerry Seinfeld mit einem, dem Handbuch des redlichen Rentners entsprungen zu sein scheinenden Bill Gates über Schuhe und das Leben philosophiert, werden, wenn überhaupt, wohl nur die beiden Protagonisten der Spots wissen. Die hohen Kosten – Microsoft soll für diese Spots etliche Millionen Dollar versenkt haben – erklären vermutlich auch den nahezu esprit- und witzfreien Zustand der inzwischen recht überraschend beendeten Werbesaga.

Doch der nächste, mit 300 Millionen Dollar nicht minder teuren Anlauf aus Seattle steht schon ins Haus: die „I’m a PC“-Kampagne.

Moment: „I’m a PC“? Kommt Ihnen das auch vertraut vor? Richtig, es erinnert überraschend deutlich an die erfolgreichen Werbespots von Apple, in denen ein PC und ein Mac miteinander diskutieren. Seit Jahren gelten diese „I’m a Mac/And Im a PC“-Spots als gleichermaßen geniale wie witzige Veräppelungen der Konkurrenz, wie etwa in diesem Beispiel: www.youtube.com/watch?v=xzhvByaCEic

Nun möchte man bei Microsoft direkt auf die Apple-Spots zielen, in denen sich Menschen mit „I’m a PC“ vorstellen: www.youtube.com/watch?v=LqcUJ0gbgp4&fmt=18

Ob aber der Schlusssatz „I’m a PC and I sell fish“ (Ich bin ein PC und verkaufe Fisch) wirklich eine gute Wahl war?

Keine Idee von Microsoft, aber nicht minder seltsam ist das, was sich das Unternehmen Picabee ausgedacht hat. Hier sollen die photobegeisterten Kunden jeden Monat 30 kostenlose Abzüge von Digitalphotos erhalten, die sie, wie bei jedem anderen Bilderdienst, einfach im Internet bestellen können – nur eben kostenlos.

Dieser Service soll über Werbung finanziert werden. Allerdings wird diese Werbung nicht etwa nur auf der Webseite zu sehen sein, sondern auf den Abzügen selbst. Am rechten Bildrand wird dabei neben dem Motiv in der Schnappschuss-Größe 10 x 15 cm ein Werbestreifen mitgeliefert, den das Unternehmen verbrämend als „Valuestrip“ bezeichnet.

Ganz nebenbei registriert sich der Besteller natĂĽrlich auch auf der Webseite von Picabee. Ob das bei einem so auf den Verkauf von Werbung ausgerichteten Unternehmen sinnvoll ist, sei einmal dahingestellt.

Auch in dieser Woche wurden wir natĂĽrlich mit einer Statistik beglĂĽckt, diesmal von Epitiro, der Breitbandkommunikationsbehörde, die den ‘European City Internet Performance Index 2008′ (Internetleistungsindex 2008 der Europäischen Städte) veröffentlichte, einen vorläufigen Bericht ĂĽber die laufenden Forschungsaktivitäten des Unternehmens im Bereich der Breitbanddienste in den EU-Mitgliedstaaten.

Die Daten stammen aus Tests der Breitbanddienste führender Internetanbieter in Amsterdam, Dublin, Lissabon, London, Madrid, Mailand, Paris und Zürich und wurden im Rahmen einer großen Kundenumfrage von Epitiro erhoben, um die den EU-Verbrauchern und Unternehmen aktuell angebotenen Breitbanddienste besser beurteilen zu können.

Die ersten Ergebnisse bestätigen die digitale Kluft’ zwischen den Europäischen Städten:

Die Leistung multinationaler Internetanbieter, die unter dem selben Firmennamen in verschiedenen Ländern arbeiten, variiert um bis zu 44%

Den entscheidenden Studien zufolge ist die Leistung in London und Amsterdam fast dreimal höher als in Madrid und Dublin.

Mailand und Dublin liegen deutlich hinter anderen getesteten europäischen Städten zurück

Die Studie untersuchte technische Parameter, die beliebte Anwendungen beeinflussen, z.B. Websurfen, IP-Telefonie, Internetspiele und Video-Streaming.

Die Daten zeigen Abweichungen in der Qualität der multinationalen Internetdienste, wobei sich die Qualität der Anbieter Orange (41% Unterschied), Alice (44%) und Tele2 (31%) von Stadt zu Stadt deutlich unterscheidet.

Epitiro wird die Einzelheiten des Internetleistungsindex der Europäischen Städte’ und zu den Untersuchungen auf dem Broadband World Forum (Breitband-Weltforum) bekanntgeben, das am 29. September in BrĂĽssel beginnt.

Diesen Beitrag weiterleitenDiesen Beitrag weiterleiten

Diesen Beitrag zu Mister Wong hinzufügen | Diesen Beitrag zu digg.com hinzufügen | Diesen Beitrag zu digg.com hinzufügen digg it | Diesen Beitrag zu yigg.de hinzufügen yigg it



2 Kommentare zu “Die Computerwissen Highlights KW 39”

  1. Dr. med. S. Debsi

    Betr.: Micro-oder Neurochirurgie

    Sehr geehrter Herr Kieslich,

    Meinen Sie microchirurgische Eingriffe auch in der Neurochirurgie oder Microchirurgie schlechthin in anderen Körperteilen?
    Die Microchirurgie wird ja fortwährend optimiert in der interdisziplinären Medizin.

  2. ferdinand franz

    Guten Tag.

    Ich beurteile Ihren Kommentar als sehr deutlich

    und gut verständlich.

    sehr gute Info die ich gut umsetzen kann m.f,g f.franz

Einen Kommentar schreiben: