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Der Computerwissen Wochenrückblick KW 52

Es ist kaum zu glauben: schon wieder ist ein Jahr um und ich begrüße Sie zum letzten Wochenrückblick des Jahres 2007. Naturgemäß viel diese Woche etwas ruhiger aus – es scheint, als war jeder froh, über die Weihnachtstage ein wenig die Seele baumeln lassen zu können.

Ich war ja diese Woche unter anderem mit meinem neuen Technik-Spielzeug Paperium beschäftigt. Dieser Digitalstift für den Apple lässt wieder einmal ahnen, welches Potential noch so in unsern heimischen Computern schlummert. Vielleicht werden wir ja doch in nicht so langer Zeit noch erleben, dass Handschriften erkannt oder sogar Sprache so gut verstanden wird, dass wir damit arbeiten können. Paperium ist jedenfalls ein Schritt in die richtige Richtung – ich kann ohne Laptop auf dem Notizblock zeichnen, schreiben und entwerfen und all diese Daten problemlos auf meinen Mac übertragen.

Weit weniger schön war die Nachricht, dass es anderen Menschen, etwa im Iran, wesentlich schlechter geht als uns. Es hat mich doch nachdenklich gemacht, dass dort die Polizei seit einiger Zeit verstärkt gegen Internetaktivisten vorgeht und bei einer Razzia 23 Internetnutzer, darunter elf Frauen, wegen “unmoralischen Verhaltens” verhaftet hat. Die Razzien sind offenbar Teil einer breiter angelegten Kampagne gegen Frauen, die bereits im April dieses Jahres gestartet wurde. Demnach wurden iranische Frauen dazu aufgefordert, sich an die islamischen Bekleidungsvorschriften zu halten, nach denen das Tragen von “westlichen” Kleidungsstücken wie enger Hosen und hoher Stiefel als unangemessen betrachtet wird.

Der Iran ist eines der Länder mit der schärfsten Internetzensur weltweit. Seit etwa einem Jahr müssen sich alle Webseiten mit Informationen über den Iran beim Kulturministerium registrieren lassen. Dem Ministerrat zufolge gelten als Gründe für die Schließung einer Webseite beispielsweise die Beleidigung des Islam oder anderer monotheistischer Religionen, die Verbreitung separatistischer Ideologien, die Veröffentlichung falscher Informationen sowie von Nachrichten, die in das Privatleben einer Person eingreifen. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass der Iran auf der von Reporter ohne Grenzen erstellten Weltrangliste zur Lage der Pressefreiheit Platz 166 von insgesamt 169 belegt.

Ebenfalls zugenommen haben Sabotagefälle in Unternehmen. Häufiger als zuvor wurden wertvolle Unternehmesdaten absichtlich von den eigenen Mitarbeitern gelöscht, der Datenträger formatiert oder neu installiert. Das Motiv war dabei nahezu immer Rache: Ob Kündigung, Versetzung oder schliche Wegrationalisierung – immer häufiger sabotierten Mitarbeiter in der Folge die Infrastruktur der betroffenen Unternehmen, um Schaden anzurichten.

Gerade vor dem Jahreswechsel kommt es immer wieder zu besonders vielen Racheaktionen: Denn da werden Beschäftigungsverhältnisse nicht verlängert, Kündigungen wirksam oder Mitarbeiter von der Konkurrenz abgeworben. Manchmal werden auch für das Unternehmen überlebenswichtige Daten nicht nur gelöscht, sondern zum neuen Arbeitgeber oder in die Selbstständigkeit mitgenommen.

Doch in solchen Fällen muss noch kein endgültiger Schaden entstehen: Denn auch vermeintlich gelöschte Daten können von Datenrettungsspezialisten meist noch rekonstruiert werden. In vielen Fällen kann nach einer forensischen Analyse sogar der an der Sabotage Schuldige gefunden, bzw. schuldhaftes Verhalten nachgewiesen werden.

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