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Verboten, aber geht trotzdem

Seit dem Umstieg von Apple auf die Intel-Plattform haben findige Köpfe vermehrt versucht, das Mac-Betriebssystem auch auf „normalen“ PCs einzusetzen.

Das ist im Prinzip durch die Ähnlichkeit der Plattformen auch gar nicht so schwer – die Ergebnisse lassen allerdings häufig zu wünschen übrig - wie auch zuletzt bei dem suspekten Psystar-Projekt, das durch die Medien ging.

Nun hat mit EFiX das Unternehmen Art studios entertainment media wieder eine Hardware-Lösung angekĂĽndigt, die eine einfache Nutzung von Apples Mac OS X “Leopard” auf gewöhnlichen Intel-PCs erlauben soll. Die interne USB-Hardware fĂĽr Desktop-Geräte verspricht eine problemlose Installation des Betriebssystems von der Original-DVD. Nutzer sollen dazu kein besonderes technisches Wissen benötigen.

Was aber auch dieser Hersteller nicht erklären kann, ist, warum ein Anwender überhaupt versuchen soll, statt eines Apple-Rechners mit gut abgestimmter Hardware einen zusammengezimmerten PC für ein Mac OS X zu nutzen. Kostenseitig ist ein solcher „Selbstbau-Mac“ nämlich, wenn man einmal die Beträge zusammenrechnet, nicht wirklich günstiger, dafür dann aber, um es einmal nett zu formulieren, in einer rechtlichen Grauzone. Und ob alles so reibungslos funktioniert, scheint zumindest fraglich, wenn man Aussagen wie „Die Funktionalität von Leopard soll auf Intel-PCs sehr gut erhalten bleiben“ über das EFiX liest.

In jedem Fall sicher sein kann der solcherart zum Mac-Nutzer gewordene Kunde, mit den Lizenzbedingungen von Apple aneinderzugeraten. Diese untersagen nämlich eine Nutzung von OS X auĂźerhalb von Apple-Hardware. Irgendwie erinnert mich das an den Versuch russischer Kamerahersteller, die Hasselblad-Mittelformatkameras „nachzuempfinden“. Es mag halt gut aussehen, aber ob es so gut wie das Original ist, weiĂź man dann doch nicht…

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Ein Kommentar zu “Verboten, aber geht trotzdem”

  1. Peter Dusik

    Unterschätzen Sie die russische feinmechanische Industrie nicht! Ich habe viele Jahre mit einer mechanischen Zenit gearbeitet. Auch deren 1:2/58mm-Objektiv war einem Zeiss-Objektiv “nachempfunden”; wir haben seinerzeit im Fotoklub Vergleiche angestellt und keinen Qualitätsunterschied feststellen können.
    DafĂĽr ist das Gehäuse nicht umzubringen; der Schlitzverschluss funtioniert präzise wie vor 40 Jahren, ebenso die Vorwahlblende des Objektivs. Ich kann mir daher sehr gut vorstellen, dass auch eine Hasselblad-Kopie sehr gut sein kann. Auch die USA haben Russlands Technik unterschätzt und daher lange Zeit in der Weltraumfahrt nur die zweite Rolle gespielt! Im ĂĽbrigen sind so gut wie alle deutschen Kamera-Hersteller inzwischen vor lauter Hochmut zugrunde gegangen…

    mfg

    Peter Dusik#
    A-1230 Wien

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