Obama und die Idioten
Nun war er also da, der amerikanische Präsidentschaftskandidat Barack Obama, und er hat bei seinem Deutschlandbesuch bei den meisten Menschen einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.
Wer nun glaubt, dass sich der Titel des heutigen Editorials etwa auf den US-Senator McCain und seine Einlassungen zu Obamas Besuch bezieht, liegt ebenso falsch wie jener, der glaubt, in der schauderhaften Berichterstattung einer großen Boulevardzeitung, über die Obama sagte, man habe ihn „reingelegt“, den Titelgeber gefunden zu haben.
Nein, die Ursache liegt viel näher – wenn Sie vor einem durchschnittlichen PC sitzen, wird sie sich, wenn Sie Pech haben, nur etwa 30 Zentimeter von Ihnen entfernt befinden.
Denn Prominente wie Barack Obama, Angelina Jolie oder Britney Spears sind längst zum festen Bestandteil einer neuen Spam-Kampagne mit gefährlicher Malware geworden, wie die Spezialisten von BitDefender berichten.
Die Spam-Nachrichten sollen natürlich die Computerbenutzer austricksen und dazu bringen, Schadsoftware herunterzuladen und auf ihren Rechnern zu installieren. Die Malware-Verbreitungsmethode basiert auf dabei auf Nachrichtenfragmenten, die von Show-Stars wie Angelina Jolie, Britney Spears oder wichtigen amerikanischen Politikern wie Barack Obama handeln.
Die E-Mail-Nachrichten führen den unachtsamen Nutzer zu Internetseiten, auf denen vermeintlich Video-Clips zu sehen sind. Allerdings stellt sich beim Besuch der Seite heraus, dass dort lediglich ein Bild eines Video-Players zu sehen ist, welches mit einem ausführbaren Programm (ein EXE-File) verlinkt ist.
Um den Clip nun sehen zu können, werden die Anwender angewiesen, ein vermeintliches Update für den weit verbreiteten Adobe Flash-Player herunterzuladen. Dieses ist jedoch mit Trojan.Downloader.Tibs.GZM infiziert. Zu allem Überfluss beginnt das Programm automatisch mit dem Download weiterer unerwünschter Schadsoftware – ein Phänomen, welches als „Drive-by-download“ bekannt ist. Einmal ausgeführt, installiert der Trojaner weitere Malware.
Die neue Mail-Verbreitungskampagne hat hauptsächlich Computernutzer mit begrenztem Wissen hinsichtlich der Datensicherheit zum Ziel. Benutzer, die allgemeine Sicherheitsregeln ignorieren, um Zugang zu sensationellen Neuigkeiten zu bekommen, sind ebenfalls betroffen.
Um die Erfolgsquote der Angriffe zu erhöhen, bedienen sich die Spammer einer Reihe von packenden Schlüsselwörtern, die auf verschiedene Weise innerhalb des Nachrichtentextes angezeigt werden. Trotz der Tatsache, dass jede Nachricht unterschiedlich gefälschte News-Flashes und Headlines benutzt, wird der User immer an eine URL weitergeleitet, die mit „stream.html“ oder „watchit.html“ endet.




digg it
yigg it