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Lieber auf Nummer Sicher - BSI informiert über Gefahren im Internet

Bots, also die kleinen Schädlinge, die Rechner „kapern“ und zu ferngesteuerten „Zombie“-Rechnern machen, sind grün und sehen ein bisschen aus wie degenerierte Frösche.

Woher ich das weiß? Nun, auf der CeBIT hatte ich Gelegenheit, mir am Stand des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine sehr interessante CD mitzunehmen, die unter dem Titel „Ins Internet – mit Sicherheit“ jede Menge Informationen über die aktuellen Gefahren im Internet bietet.

Sehr gut gelungen auf dieser CD ist unter anderem die Darstellung des Themas Bot-Netze, das sehr anschaulich über einen kleinen Film illustriert wird. Der zeigt nicht nur, was diese Schädlinge anrichten können, sondern eben auch, wie sie ausssehen…

Schauen Sie sich das Treiben der Bots doch einmal selbst an unter dieser Webadresse: www.bsi-fuer-buerger.de/abzocker/bot_netze.htm

Und natürlich bietet das BSI auch griffige Erklärungen in Textform an. Passend zum Thema möchte ich Ihnen hier aus dem Abschnitt über Bot-Netze zitieren:

„Wenn Sie im Internet unterwegs sind oder E-Mail-Anhänge öffnen, dann kann es leicht passieren, dass Sie sich schädliche Programme auf Ihren PC herunterladen – es sei denn, Ihr Rechner ist durch entsprechende Maßnahmen geschützt. Zu diesen Schadprogrammen zählen auch Bots, die sich still und heimlich auf Ihren PC schleichen. Viele Bots verhalten sich zunächst ziemlich unauffällig, so dass Sie davon nichts bemerken. Doch der Schein trügt. Denn die Verursacher der Schadprogramme können diese per Knopfdruck aktivieren. Dazu schicken Sie entsprechende Kommandos an den befallenden PC. Voraussetzung dafür: Der PC muss online sein.

Von Bot-Netzen spricht man dann, wenn sehr viele PCs – meist mehrere Tausend – per Fernsteuerung zusammengeschlossen und zu bestimmten Aktionen missbraucht werden. Das können einerseits DDoS-Angriffe sein, um große Internetseiten lahm zu legen. Andererseits wird über Bot-Netze aber auch SPAM unerkannt versendet. Darüber hinaus werden Bot-Netze oft gegen Geld an Dritte weitervermietet. Um es auf den Punkt zu bringen: Hinter Bot-Netzen steckt verdammt viel kriminelle Energie und eindeutig ein böser Wille.

Von den Angreifern ausgenutzt werden vor allem Schwachstellen in den Microsoft-Betriebssystemen. Doch auch Benutzer anderer Betriebssysteme dürfen sich nicht in falscher Sicherheit wiegen. Gekaperte UNIX-Server funktionieren beispielsweise oft als Kernstück eines Bot-Netzes, d. h. sie steuern die befallenen PCs zentral.

Das Problem der Bot-Netze hat im letzten Jahr massiv zugenommen. Der Grund: Immer mehr Nutzer verfügen über einen Breitband-Internetanschluss. Nicht wenige Computer sind rund um die Uhr ans Internet angeschlossen. Immer günstigere Flatrates machen’s möglich.
Und im Gegensatz zu analogen Internetverbindungen fällt bei DSL-Anschlüssen kaum auf, ob der Computer “heimlich Dinge macht”, weil die Verbindungsgeschwindigkeit nicht merklich langsamer wird. Studien zufolge werden pro Tag weltweit mehrere Tausend neue Computer gekapert und für fremde Zwecke missbraucht. Ein neu ans Internet angeschlossener PC wird bereits nach wenigen Minuten erstmals angegriffen.

Die Folge: Durch Bot-Netze ist Ihr Rechner nicht mehr nur Opfer, sondern er wird gleichzeitig auch zum Täter. Er erhält die entsprechenden Befehle und führt diese – willenlos – aus. Einige Computerwürmer konnten sich beispielsweise nur durch Bot-Netze so schnell und wirkungsvoll verbreiten.

In den Medien taucht für Bot-Netze übrigens immer öfter der Begriff “Zombie-Rechner” auf, weil der Rechner wie ein Zombie – ein willenloses Werkzeug – zum Leben erweckt wird.

Mehrere Internetprovider arbeiten derzeit daran, die Internet-Infrastruktur weniger anfällig für Bot-Netze zu machen. Doch bislang sind Sie an dieser Stelle gefordert: Sorgen Sie dafür, dass Fremde keine Möglichkeit bekommen, Ihren Rechner in Beschlag zu nehmen und für Angriffe zu missbrauchen. Aktualisieren Sie Ihr Betriebssystem regelmäßig und schließen Sie bekannte Sicherheitslücken. Informationen dazu erhalten Sie bei dem entsprechenden Hersteller Ihres Betriebssystems. Darüber hinaus gelten die üblichen Schutzmaßnahmen: Installieren Sie ein Virenschutzprogramm und eine Firewall und aktualisieren Sie diese regelmäßig.“

So weit das BSI zu den Bots. Alle Informationen können Sie im Internet unter www.bsi-fuer-buerger.de nachlesen – ein wirklich guter Link, um sich etwas mehr in die Thematik Internet und Sicherheit einzulesen.
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Ein Kommentar zu “Lieber auf Nummer Sicher - BSI informiert über Gefahren im Internet”

  1. Internet-heute » Re: Es ist schon fast langweilig… - Kein Internet bei Internet-Professionell

    […] Wenn ich bei all dem Telekom Wirrwar was falsch verstanden haben sollte, bitte ich um (freundliche) Aufklärung. Man sieht sich […]

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