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Jeder zehnte PC in Deutschland ist gefÀhrdet

Wer hĂ€tte das gedacht: Das vielgeschmĂ€hte Windows Vista ist das mit Abstand sicherste PC-Betriebssystem von Microsoft – das bescheinigt dem Quasi-Monopolisten das Deutsche Sicherheitsnetz e.V. (Desine).

Der auf PC-Sicherheit fokussierte Verbraucherverein hat 225.000 PCs in privaten Haushalten auf SicherheitslĂŒcken und Angreifbarkeit aus dem Internet untersucht. Demnach weisen 5,5 Prozent aller Vista-Rechner in Deutschland SicherheitsmĂ€ngel auf. Allerdings liegt die Fehlerrate bei Windows XP mit 12 Prozent deutlich höher. Ältere Microsoft-Betriebssysteme wie Windows 98, ME und 2000 bringen es sogar auf Unsicherheitsquoten von ĂŒber 20 Prozent.

“Im Durchschnitt ist jeder zehnte PC in Deutschland gefĂ€hrdet”, analysiert Dr. Frank Bock, Vorsitzender des Deutschen Sicherheitsnetzes. Wer wissen will, ob sein eigener Rechner betroffen ist, kann unter www.desine.de einen kostenfreien Computercheck durchfĂŒhren. Der Check ermittelt binnen weniger Minuten anhand einer Sicherheitsampel, ob der eigene PC gut geschĂŒtzt (Ampelfarbe grĂŒn) oder akut gefĂ€hrdet (Ampelfarbe rot) ist.

Bei der Untersuchung der 225.000 Rechner wurde der grĂ¶ĂŸte Teil der SicherheitslĂŒcken mit einer gelben Ampel bewertet: Zeit zu handeln, bevor es zu spĂ€t ist und ein Schaden eintritt.

Zu den Windows-Ergebnissen erklĂ€rt Dr. Frank Bock: “Desine wird von Microsoft weder finanziell noch in irgendeiner anderen Art und Weise unterstĂŒtzt. Dennoch lĂ€sst sich statistisch belegt ganz klar feststellen: Vista ist das sicherste Windows aller Zeiten. Wer sich einen Vista-PC zulegt, ist am besten geschĂŒtzt.” Einen Vergleich zu alternativen Betriebssystemen wie Linux oder MacOS zieht die Studie allerdings nicht, rĂ€umt der Desine-Chef ein.

Das mit Abstand hĂ€ufigste Sicherheitsproblem stellen laut Studie offene Ports dar. Bei 43 Prozent der insgesamt gut 25.000 fehlerbehafteten PCs ist mindestens ein Einfallstor fĂŒr Angriffe aus dem Internet weit geöffnet. ZweithĂ€ufigstes Risiko sind sog. Dienstprogramme, die einem fremden GerĂ€t wie zum Beispiel einem anderen Computer, einem Drucker oder einem Netzwerk gewisse Rechnerfunktionen zur VerfĂŒgung stellen. 28 Prozent der betroffenen PCs sind ĂŒber offene und falsch konfigurierte Dienste angreifbar. An dritter Stelle bei den Sicherheitsrisiken steht das Arbeiten mit einem veralteten Internetbrowser.

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2 Kommentare zu “Jeder zehnte PC in Deutschland ist gefĂ€hrdet”

  1. Reinhardt Herzog

    Hallo,
    als erstes stellt sich fĂŒr mich mal wieder die dringende Frage, ob diese “SicherheitslĂŒcken” vom Microsoft nicht bewußt in die bisherigen Betriebssysteme eingebaut werden, um die Nutzer dazu zu bewegen (zu zwingen) auf das neue Betriebssystem umzusteigen.

    Das beudeutet: Umsatz mit allen Mitteln erzwingen. Gibt es irgend jemanden, der Microsoft diese GeschĂ€ftspolitik nicht zutrauen wĂŒrde?

    Ist der Ruf erst ruiniert ….

    Schöne GrĂŒĂŸe
    R.H.

  2. Friedrich Feldern

    Moin, moin,

    ich denke, daß ĂŒber kurz oder lang jedes Betriebssystem, welches lĂ€ngere Zeit im Markt positioniert ist und das genĂŒgend verbreitet ist, auch zum willkommenen Ziel von mehr oder weniger (meist mehr) erfolgreichen Hackerangriffen wird. Solange z. B. “Open-Source-Produkte” nicht die Verbreitung hatten wie “Microsoft-Produkte” oder nicht den (vermeintlichen) “Komfort” boten, solange waren sie auch relativ “sicher”.
    Mit zunehmender Verbreitung Ă€ndert(e) sich auch das, so daß nun - ebenso wie beim MarktfĂŒhrer - immer hĂ€ufiger Modifikationen bzw. Patches (oder Nachbesserungen) notwendig werden.
    Und genau da liegt der Knackpunkt: die wenigsten User sind in der Lage, das jeweilige Sicherheitslevel ihrer Rechner zu ĂŒberprĂŒfen oder einzuschĂ€tzen bzw. zur Erhaltung eines angemessenen Sicherheitsstandards die notwendigen Maßnahmen zu treffen. Es sind nicht die Betriebssysteme, sondern ihre Benutzer und das jeweilige Alter (sowohl der Betriebssysteme als auch der User), die sich auf den Sicherheitsstandard auswirken.

    Fröhliche GrĂŒĂŸe,

    F. F.

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