Tabletts helfen bei Mausarm-Syndrom
Seit über 20 Jahren werden Mäuse für Computer verwendet. Durch die einseitige Belastung weisen viele Benutzer inzwischen gesundheitliche Beschwerden auf, die typisch für das so genannte Mausarm-Syndrom (MAS) sind, so z. B. RSI (Repetitive Strain Injury Syndrom) oder KTS (Karpaltunnelsyndrom).
Von MAS ist die Rede, wenn verschiedene Körperteile wie Finger, Hände, Arme und Schultern durch ständig wiederholte Bewegungsabläufe oder einseitige Belastung beeinträchtigt sind. Bei Verwendung einer herkömmlichen Maus führen Sie über längere Zeiträume wiederholt dieselbe Bewegung, nämlich Mausklicks, aus. Unterarm und Hand stehen hierbei in einem unnatürlichen Winkel zueinander.
Häufige Folge: Schmerzen in den betreffenden Körperteilen, was zu einem erhöhten RSI-Risiko führt.
Als ergonomische Alternative zur Maus werden u.a. Stifttabletts wie beispielsweise das Bamboo des Herstellers Wacom angeboten. Solche Tabletts sollen dazu beitragen können, das Mausarm-Syndrom zu lindern oder sogar zu verhindern. Der digitale Stift übernimmt dabei alle Funktionen einer Computermaus – Navigation, Drag and Drop, Klicken – und ist ihr dabei durchaus in Handhabung und Präzision ebenbürtig.
Die Stifte ermöglichen eine entspannte Handhaltung und eine natürliche Stellung des Unterarms. Der Unterarm muss nicht verdreht werden, Muskeln und Sehnen werden nicht überlastet. Bei der Benutzung eines Stifts werden die Muskeln in Fingern, Hand und Arm gleichmäßig beansprucht. Die Arbeit mit den meisten Mäusen beansprucht die Muskulatur in Fingern, Hand und Arm einseitig und zwingt sie, lange in der gleichen Position zu bleiben.
Dank der „absoluten Positionierung“ – der Zuordnung der aktiven Tablettfläche zum Anzeigebereich des Monitors - lässt sich der gesamte Bildschirm mit wenigen sparsamen Bewegungen steuern. Somit wird eine unnötige Belastung der Muskeln in Fingern, Hand und Arm vermieden.
Stifttabletts lassen sich einfach an die jeweiligen Aufgaben und persönlichen Erfordernisse anpassen. So können die Tasten mit verschiedenen Funktionen belegt werden, wie linkem oder rechtem Mausklick, Doppelklick, Shortcuts, Kontextmenüs oder Umschaltfunktion. Jeder Benutzer kann also seinen individuellen Anforderungen entsprechend arbeiten.
Natürlich musste ich auch einmal ein solches Tablett ausprobieren und werde Ihnen hier in den nächsten Tagen von meinen Erlebnissen mit einem ganz besonderen Stifttablett, dem Wacom Cintiq, berichten.




digg it
yigg it
am 30. Januar 2008 um 20:46 Uhr.
Hallo,
auch ich leide unter dem Karpaltunnelsyndrom. Ich kann dazu sagen, dass es nicht sehr schön ist, und sehr schmerzhaft sein kann. Vor ein paar Jahren habe ich auch mit einem Grafiktablet gearbeitet. Es gibt aber auch noch ein besseres Gerät, welches speziell für Menschen mit dem KTS entwickelt wurde. Es ist der sogenannte WOWPEN Traveller. Die Maus in Stiftform hat viele Vorteile gegenüber einem Tablet.
- Sie liegt immer auf dem Tisch auf, und man kann Sie immer einfach so stehen lassen. Man benötigt keinerlei Extra-Ablage.
- Sie hat ein Scrollrad, welches die Stifte und Tablets nicht bieten können.
- Sie hat eine antibakterielle Oberfläche
Bei der Benutzung verkrampft man sich außerdem nicht so, wie bei einem herkömmlichen Stift.
Beste GrĂĽĂźe
Kai Butschkau
am 19. Oktober 2008 um 13:39 Uhr.
Ich bin seit zweieinhalb Jahren leider ebenfalls betroffen. Viele Ärzte kennen das Repetitive Strain Injury Syndrom gar nicht oder nehmen es auf die leichte Schulter (zumindest musste ich mehrfach diese Erfahrung machen). Meine Informationen zur Heilung habe ich im Internet und in englischsprachigen Büchern gefunden, ohne die ich wahrscheinlich heute noch nicht mal wieder ohne Schmerzen einen Kaffeebecher halten könnte. Meine Erfahrungen habe ich auf einer Internetseite zusammengefasst, in der Hoffnung, weiteren Betroffenen helfen zu können: http://www.repetitive-strain-injury.de
GruĂź
Clemens